Die Sommersonnenwende bewusst erleben: Kräuter, Dankbarkeit und die Kraft des Innehaltens

Kennst du das Gefühl, Ständig unterwegs zu sein und trotzdem das Gefühl zu haben, noch nicht genug erreicht zu haben?
Der Alltag ist oft voller Aufgaben, Erwartungen und Ziele. Dabei verlieren wir leicht den Blick für all die kleinen und großen Dinge, die bereits gewachsen sind. Nicht nur in unserem Leben, sondern auch in uns selbst.
Genau deshalb sind die Jahreskreisfeste für mich zu wertvollen Ankern geworden.
Sie erinnern mich daran, innezuhalten, zu reflektieren und meinen Blick wider auf das zu richten, was bereits da ist. Eines dieser Feste ist Litha - die Sommersonnenwende.
Wenn die Natur in ihrer vollen Kraft steht
Rund um die Sommersonnenwende feiern viele Menschen das Jahreskreisfest Litha.
Es markiert den längsten Tag des Jahres - den Moment, an dem die Sonne ihren höchsten Stand erreicht und die Natur sich in ihrer vollen Kraft zeigt. Überall blüht und wächst es. viele Kräuter entfalten jetzt ihre volle Pracht und die langen, hellen Tage schenken uns Wärme und Licht.
In vielen Traditionen wurde diese Zeit genutzt, um die Fülle der Natur zu feiern und Dankbarkeit für das bisherige Wachstum auszudrücken.
Für mich ist diese Zeit jedoch weit mehr als ein Fest im Jahreskreis. Sie erinnert mich daran, bewusst wahrzunehmen, was bereits wachsen durfte - in der Natur und in meinem eigenen Leben.
Mein Weg zu den Jahreskreisfesten
Erst vor wenigen Jahren habe ich die alten Jahreskreisfeste bewusst für mich entdeckt.
Während ich mich immer intensiver mit Kräutern, Naturverbundenheit und den natürlichen Rhythmen des Lebens beschäftigt habe, begegneten mir auch die Feste des Jahreskreises.
Besonders die Sommersonnenwende hat mich sofort berührt.
Wenn ich an Sie denke, sehe ich blühende Wiesen vor mir. Ich spüre die Wärme der Sonne auf meiner Haut und nehme die Fülle wahr, die Mutter Natur in dieser Zeit zeigt.
Alles scheint zu blühen, zu wachsen und seinen Platz einzunehmen.

Genau darin liegt für mich eine wichtige Erinnerung:
Nicht alles muss sofort passieren.
Die Natur zeigt uns jeden Tag, dass alles seinen eigenen Rhythmus hat. Manche Pflanzen blühen früh, andere später. Manche Früchte können bereits geerntet werden, andere benötigen noch Zeit.
Warum sollte das bei uns Menschen anders sein?
Die Kräuter von Litha
Durch meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin habe ich einen noch tieferen Bezug zu den Jahreskreisfesten entwickelt.
Sie helfen mir, die jeweilige Zeit Qualität der Natur bewusster wahrzunehmen und die Pflanzen wertzuschätzen, die uns gerade begleiten.

Zur Sommersonnenwende sammle ich besonders gerne
Johanniskraut, Schafgarbe und Kamille.
Auf Johanniskraut bin ich ursprünglich durch seine traditionelle Verwendung als Stimmungsaufhellendes Kraut aufmerksam geworden. Erst später habe ich verstanden,
wie eng es mit der Sommersonnenwende verbunden ist.
Wenn ich durch die Natur gehe und die leuchtenden gelben Blüten entdecke, empfinde ich jedes Mal Freude und Dankbarkeit.
Das Sammeln selbst ist für mich zu einem achtsamen Ritual geworden.
Ich gehe langsamer, beobachte genauer, nehme die Pflanzen bewusst wahr und spüre die Verbindung zur Natur.
Gerade in einer Zeit, in der vieles schnell gehen muss, sind diese Momente für mich besonders wertvoll.
Meine persönliche Sommersonnenwende
Da ich in einer Wohnung mit Balkon lebe, sieht mein Litha-Ritual vielleicht etwas
anders aus als viele Traditionelle Darstellungen und genau das liebe ich daran.
Denn ich glaube nicht, dass man ein Fest auf eine bestimmte Weise feiern muss.
Man muss kein großes Feuer entzünden, keine aufwendigen Rituale durchführen
oder alles genauso machen wie andere.

Es darf sich so wie es ist, richtig anfühlen.
An der Sommersonnenwende
schmücke ich meinen Balkon mit Kerzen,
Edelsteinen und gestalte mir
dazu einen kleinen Naturaltar.
Zwischen meinen Gemüsekübeln sitze ich
mit einer Räucherschale und meiner selbst
zusammengestellten Räuchermischung.
Das ist meine ganz persönliche Form,
die Energie dieses Festes zu erleben.
Wenn die Dämmerung langsam einsetzt und ich meinen Blick in Richtung
Sternenhimmel schweifen lasse, nehme ich mir bewusst Zeit für Dankbarkeit.
In diesem Jahr bin ich besonders dankbar für die Eröffnung meiner Website mit
eigenem Shop, für den Beginn meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin und
für das Privileg, gemeinsam mit meiner kleinen Familie im Wohnwagen
die Natur an wunderschönen Orten erleben zu dürfen.
In diesen Momenten spüre ich oft ganz deutlich,
wie sich das Gefühl der Dankbarkeit in meinem Körper ausbreitet.
Was mir die Sommersonnenwende gezeigt hat
Wenn ich an die Sommersonnenwende denke,
denke ich heute nicht zuerst an Traditionen oder Rituale.
Ich denke an Dankbarkeit.
An die Fähigkeit, auch die kleinen schönen Momente wahrzunehmen.
Das Vertrauen, dass manches bereits da ist und anderes noch wachsen darf.
Unser Leben verläuft zyklisch.
Die Jahreszeiten wechseln.
Der Mond durchläuft seine Phasen.
Unser Körper folgt seinen eigenen Rhythmen.
Vielleicht können wir nicht jede Situation verändern.
Aber wir können lernen, unseren Blick bewusst auf das zu richten,
was bereits schön ist.
Manchmal liegt das Glück nicht darin, noch mehr zu erreichen.
Manchmal liegt es darin, zu erkennen, wie weit man bereits gekommen ist.
Meine Einladung zum Innehalten

Vielleicht möchtest du dir rund um die Sommersonnenwende selbst
einen kleinen Moment schenken.
Einen Moment ohne To-do-Liste.
Ohne Druck und ohne den Blick auf das, was noch fehlt.
Vielleicht fragst du dich stattdessen:
Was durfte in meinem Leben bereits wachsen?
Wofür bin ich heute dankbar?
Wo darf ich anerkennen, wie weit ich bereits gekommen bin?
Denn genau daran erinnert dich dich Sommersonnenwende jedes Jahr aufs Neue:
Du musst nicht immer weitergehen, manchmal ist die Zeit da um zu erkennen,
wie weit du bereits gekommen bist.
Alles Liebe,
Sabrina




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