top of page

Ich merke es manchmal erst spät: Wenn mein Körper eine Pause braucht

16. Aug.
5 Min. Lesezeit

Ich merke selbst immer wieder, wie ich im Alltag über meine eigenen Grenzen hinweggehe.

Meistens passiert das nicht bewusst. Es gibt einfach Tage, an denen vieles zusammenkommt. Die Arbeit, der Haushalt, Termine und all die Dinge,

die erledigt werden wollen.

Dazu kommen bei mir meine Ideen und Projekte, meine Kräuter und meine kleine Kräuternatur. Ich mache vieles gerne und genau deshalb merke ich manchmal erst spät, dass es eigentlich zu viel geworden ist. Nicht, weil ich plötzlich gar nichts mehr kann. Sondern weil sich nach und nach kleine Dinge verändern.


Ich bin müde, obwohl ich geschlafen habe.

Kleinigkeiten bringen mich schneller aus meiner Mitte.

Ich finde kaum Zeit für mich und selbst dann, wenn es ruhig um mich herum wird,

kommen meine Gedanken nicht wirklich zur Ruhe.


Diese Dinge kenne ich von mir selbst.

Und ich habe gelernt, sie zumindest bewusster wahrzunehmen.

Nicht immer gelingt mir das sofort. Aber ich glaube, genau dort beginnt für mich etwas Wichtiges: wahrzunehmen, was gerade ist, bevor ich einfach wieder weitermache.


Wenn ich müde bin, obwohl ich geschlafen habe


Natürlich gibt es viele Gründe, warum man müde sein kann. Darum geht es mir hier nicht.

Ich meine diese Müdigkeit, die ich manchmal spüre, obwohl die Nacht eigentlich ausreichend war. Dann merke ich, dass nicht nur mein Körper müde ist.


Oft waren auch die Tage davor einfach sehr voll.

Viele Gedanken. Viele Aufgaben. Viele kleine Entscheidungen.

Auch wenn ich nachts schlafe, bedeutet das nicht immer, dass sich alles, was sich über den Tag angesammelt hat, gleich wieder auflöst.

Für mich ist diese Müdigkeit deshalb manchmal ein Zeichen geworden, genauer hinzusehen.


Wie waren die letzten Tage eigentlich?


Habe ich mir zwischen all dem auch Zeit gelassen?

Oder bin ich von einer Sache direkt in die nächste gegangen?


Was mir in solchen Momenten hilft, ist nicht unbedingt, sofort etwas Großes zu verändern.

Manchmal hilft mir schon, einen Abend nicht noch mit weiteren Aufgaben zu füllen.

Ich setze mich mit einer Tasse Tee auf den Balkon oder gehe mit den Tieren eine Runde nach draußen. Ohne mir dabei vorzunehmen, diese Zeit noch sinnvoll nutzen zu müssen.


Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, aber für mich macht es einen Unterschied, ob ich eine Pause mache, während ich im Kopf schon bei der nächsten Aufgabe bin, oder ob ich mir wirklich erlaube, für diesen Moment nichts erledigen zu müssen.


Wenn mich Kleinigkeiten schneller aus meiner Mitte bringen


Das ist eines der Zeichen, das ich an mir besonders gut erkennen kann.

Etwas funktioniert nicht wie geplant.

Jemand fragt mich etwas im falschen Moment.

Eine Kleinigkeit kommt zu den vielen anderen Kleinigkeiten dazu.

Und plötzlich merke ich, dass mich etwas viel mehr beschäftigt oder ärgert, als es eigentlich müsste. Für mich bedeutet das nicht, dass diese Gefühle falsch sind aber manchmal zeigt es mir, dass meine eigene Geduld gerade schon ziemlich aufgebraucht ist.


Ich stelle mir das ein wenig wie einen vollen Korb vor.

Solange noch Platz darin ist, kann ich gut noch etwas hineinlegen.

Ist er aber schon voll, reicht irgendwann eine kleine weitere Sache und alles wird zu viel.

So fühlt es sich bei mir manchmal im Alltag an.


Wenn ich dann merke, dass ich schneller aus meiner Mitte gerate, versuche ich nicht unbedingt, mich sofort wieder „zusammenzureißen“.

Das hat mir selten wirklich geholfen. Stattdessen hilft mir manchmal, kurz Abstand zu bekommen. Ein Spaziergang mit dem Hund. Ein paar Minuten auf dem Balkon zwischen meinen Pflanzen. Mit den Händen in der Erde sein.


Nicht, um ein Problem sofort zu lösen.

Sondern um wieder aus diesem ständigen Reagieren herauszukommen.

Die Natur hilft mir dabei, weil sie nichts von mir erwartet.

Ich kann einfach da sein.


Wenn kaum noch Zeit für mich selbst bleibt


Das ist vielleicht eines der Dinge, die sich am leichtesten einschleichen.

Nicht, weil ich mir bewusst keine Zeit für mich nehmen möchte.

Sondern weil der Tag irgendwann einfach vorbei ist und einfach immer etwas anderes anscheinend wichtiger war.


Auch Dinge, die wir gerne tun, brauchen Zeit und Energie.

Das habe ich für mich lernen müssen.


Nur weil etwas Freude macht, bedeutet es nicht, dass ich unbegrenzt Kraft dafür habe.

Ich kann meine Kräuter lieben und trotzdem einen Tag haben, an dem ich nichts im Garten machen möchte.

Ich kann gerne kreativ sein und trotzdem keine Lust haben, ein neues Projekt anzufangen.

Ich kann meine Arbeit mögen und trotzdem froh sein, wenn sie für den Tag vorbei ist.


Für mich hat das nichts mit Undankbarkeit zu tun.

Es gehört einfach dazu, dass wir nicht jeden Tag gleich sind.

Was mir hilft, ist deshalb, Zeit für mich nicht immer als etwas Großes zu sehen.


Es muss kein ganzer Wellnesstag sein.

Manchmal sind es zwanzig Minuten auf dem Balkon.

Manchmal gehe ich allein durch den Wald.

Und manchmal mache ich gar nichts Besonderes, sondern lasse den Tag einfach etwas ruhiger werden.


Wenn die Gedanken selbst in ruhigen Momenten nicht zur Ruhe kommen


Das kenne ich besonders an Tagen, an denen eigentlich schon viel passiert ist.

Äußerlich wird es ruhiger, aber in meinem Kopf geht es weiter.


Was muss morgen noch gemacht werden?

Was habe ich vergessen?

Was möchte ich noch für meine Kräuternatur umsetzen?

Welche Idee könnte ich noch ausprobieren?


Dann merke ich, dass Ruhe um mich herum nicht automatisch bedeutet, dass ich sie auch in mir spüre. Ich glaube, gerade deshalb sind für mich die Zeiten in der Natur so wertvoll geworden.

Wenn ich durch den Wald gehe, gibt es genug zu sehen, ohne dass ich etwas planen muss.

Ein Blatt sieht nicht aus wie das andere. An einem Baum wächst Moos. Zwischen den Pflanzen entdecke ich immer wieder etwas, das ich vorher nicht gesehen habe.


Meine Gedanken sind nicht immer sofort verschwunden.

Aber sie bekommen weniger Raum. Ich muss mich nicht auf eine besondere Art entspannen.

Ich gehe einfach ein Stück und manchmal reicht genau das schon.


Was uns die Natur über Rückzug zeigt


Ich merke selbst immer wieder, wie ich im Alltag über meine eigenen Grenzen hinweggehe.

Dabei zeigt uns die Natur jeden Tag, dass Rückzug genauso dazugehört wie Wachstum.


Das ist ein Gedanke, der mich immer wieder begleitet.

Wir sehen das ganze Jahr über, dass die Natur nicht immer gleich ist.

Es gibt Zeiten, in denen etwas wächst und blüht.

Es gibt Zeiten, in denen Früchte reifen.

Und es gibt Zeiten, in denen sich vieles zurückzieht.

Keiner dieser Abschnitte ist weniger wichtig als der andere.


Ich glaube, wir können uns daran immer wieder erinnern.

Auch wir müssen nicht immer gleich viel geben, erschaffen oder leisten.

Und ich meine damit nicht, dass jeder Rückzug eine große Veränderung braucht.


Manchmal bedeutet er für mich einfach, heute eine Aufgabe liegen zu lassen.

Nicht noch ein Projekt anzufangen.

Eine Einladung abzusagen.

Oder bewusst einen ruhigen Abend zu verbringen.


Ich bin selbst noch dabei, das zu lernen und merke nicht immer früh genug, wann ich eine Pause brauche, aber ich glaube, je besser ich meine eigenen kleinen Zeichen kennenlerne, desto eher kann ich sie wahrnehmen.


Nicht als etwas, das mich aufhält.

Sondern als Teil meines eigenen Rhythmus.

Und vielleicht ist genau das auch etwas, das ich an der Natur so liebe.

Sie versucht nicht, das ganze Jahr über zu wachsen, denn sie kennt ihre Zeiten.


Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Einblick in meine eigenen Erfahrungen einen kleinen Moment zum Innehalten schenken und vielleicht den einen oder anderen Gedanken mitgeben, in dem du dich selbst wiederfindest.


Ich glaube, die Natur hat uns mehr zu erzählen, als wir oft glauben.


Alles Liebe

Sabrina

Kommentare


Versand & Rückgabe

Da jedes Schmuckstück in liebevoller Handarbeit in einem

kleinen Ein-Frau-Betrieb entsteht und verpackt wird,

kann die Bearbeitung etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Ich lebe und arbeite sehr ländlich und bringe eure Bestellungen einmal pro Woche persönlich zur Post. Daher kann es zwischen 5–8 Werktagen dauern,

bis eure Bestellung versendet wird.

Ich danke euch von Herzen für eure Geduld und euer Verständnis –

jedes Stück wird mit Sorgfalt und viel Liebe für euch gefertigt. ✨

Da alle Produkte natürlich oder handgefertigt sind und Abweichungen in Form, Farbe und Struktur möglich sind, werden Rückgaben wegen

"Nichtgefallen" ausgeschlossen.

Bitte bestelle nur, wenn du mit individuellen Unterschieden einverstanden bist.

Beschädigte nehme ich Selbstverständlich zurück.

Newsletter abonnieren

Danke für die Nachricht!

Edelsteine

Ich glaube an die besondere Energie und Symbolik von Edelsteinen –

dennoch sind ihre beschriebenen Wirkungen nicht medizinisch oder wissenschaftlich belegt.

 

Alle Angaben zu Edelsteinwirkungen dienen ausschließlich der spirituellen oder kulturellen Information und stellen keine wissenschaftlich belegten Heilversprechen dar.

© 2025 Binas Kräuternatur

bottom of page